Anzucht von Gemüsepflanzen – gute Vorbereitung erleichtert das Leben :)

Wie schon die letzten Jahre, stehen momentan alle Fensterbretter voll mit Töpfen und erstmalig auch mit Anzuchtplatten. Dieses Jahr sind wir dabei wesentlich organisierter vorgegangen als die letzten Jahre. In diesem Blogbeitrag möchte ich euch deshalb kurz unser Vorgehen beschreiben, da es meiner Meinung nach unsere Planung deutlich vereinfacht hat.

Zum einen haben wir dieses Jahr schon früh angefangen uns mit der Beetplanung zu beschäftigen. Seit drei Jahren führen wir ein Gartenbuch, in dem wir die Standorte der verschiedenen Gemüsepflanzen vermerkt haben. Dabei sind wir nach dem guter Nachbar – schlechter Nachbar Prinzip vorgegangen. Zusätzlich haben wir versucht Fruchtfolgen oder Anbaupausen einzuhalten, wie zum Beispiel beim Kohl wegen der Kohlhernie. Im letzten Jahr hatte ich mir sogar die Zeit genommen, einen Beetplan am PC zu erstellen.

Der Beetplan für die Hochbeete 2016

Macht optisch schon was her, umgesetzt wurde der Plan leider so dann am Ende doch nicht. Zum Beispiel ist das Hochbeet oben rechts nicht fertig geworden und unten links wuchsen statt Karotten, Radieschen und Zwiebeln eigentlich Zuccini und Mexikanische Minigurke, später dann auch Topinambur. Dieses Jahr haben wir neben einem Beetplan auch ein leeres Beet mit eingeplant, sodass Geschenke wie die Zuccini oder der Topinambur auch noch Platz finden, ohne dass der Plan komplett über den Haufen geworfen werden muss. Und sollten wir dieses Jahr nicht beschenkt werden, hat man Platz für Zwischenkulturen oder Ähnliches. Zur Vorbereitung gehört für uns also schon Anfang des Jahres die Erstellung eines Beetplanes, bzw. das Überlegen was man dieses Jahr so anbauen will (auch wenn es dann nicht immer 1:1 durchgeführt wird). Zusätzlich machen wir uns im Gartenbuch Notizen über gute oder schlechte Sorten.

Dann geht es weiter mit der Bestandsaufnahme der Samen. Habe ich für alle eingeplanten Pflanzen noch Samen? Welche ziehe ich selbst vor, welche kaufe ich als Pflänzchen? Und ab und an lohnt sich auch eine Überprüfung des Mindeshaltbarkeitsdatums auf den Samentütchen. In einem Buch (1) habe ich auch eine tolle Idee zur Aufbewahrung der Samentütchen gefunden. Normalerweise fliegen diese bei uns immer kreuz und quer in einer Schublade herum. Dieses Jahr habe ich sie in ein Fotoalbum eingeordnet.

Mein Samen-Fotoalbum

So hat man einen viel besseren Überblick, was man noch hat und was man benötigt. Mein Album ist so prall gefüllt, dass ich es mit einem Gummi zusammenhalten muss, da es sonst immer aufklappt. Ich habe zum Beispiel auch rechts die Blumen- und links die Gemüsesamen einsortiert. So finde ich gesuchte Samen noch schneller.

Unsere Samen bekommen wir von verschiedenen Stellen. Wir waren zum Beispiel auf einer Samenbörse in der Nähe, wo man Biosamen direkt vom Erzeuger kaufen kann. Einige bekommen wir geschenkt, diese sind dann meistens selbstgewonnen. Und sonst verzichten wir auf Firmen die in Verbindung mit Gentechnik stehen, da wir deren Firmenpolitik und Monopolstellung nicht unterstützen wollen. Das heißt, dass nicht alle Samen Bio sind, wir aber dennoch bewusst auswählen.

Und als letzten Schritt habe ich dieses Jahr die Anzuchttermine in unseren Kalender eingetragen. Da wir einen Familienkalender geschenkt bekommen haben, der für uns zu viele Spalten hat, habe ich in eine die Anzucht- und Aussaattermine der verschiedenen Pflanzen eingetragen. So weiß man genau wann was fällig ist, ohne jedes mal die Samentütchen durchforsten zu müssen. Vor allem bei der Anzucht von vielen verschiedenen Arten ist dies praktisch. Man muss sich nur einmal Zeit dafür nehmen die Termine einzutragen :). Vor allem beim Kürbis waren wir die letzten Jahre immer viel zu spät dran.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass uns diese drei kleinen Maßnahmen schon sehr geholfen haben um „perfekt“ auf die Anzuchtsaison vorbereitet zu sein. Habt ihr auch eure Anzucht-Rituale oder ähnliche Tipps? Dann schreibt sie gerne in die Kommentare.

 

 

 

 

(1) Das erwähnte Buch könnt ihr hier kaufen Trick 17 – Garten & Balkon: 222 geniale Lifehacks für Pflanzenfreunde (Die Links sind ein Amazon-Affiliate Link. Wenn ihr etwas kauft bekommen wir einen gewissen Betrag von Amazon. Für euch entstehen keine Mehrkosten und ihr könnt unsere Seite unkompliziert unterstützen)

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